
Berlin Beer Culture
"Bier in Berlin ist wie Kaffee in Italien: günstig (€1-2 von Spätis), überall und zu jeder Tages- oder Nachtzeit lässig konsumiert. Es ist nicht feierlich oder besonders – es ist utilitaristisch. Ein 'Wegbier' für den Heimweg oder zum Club ist kulturell normal und legal. Öffentliches Trinken ist akzeptiert und verbreitet. Die beliebtesten lokalen Biere sind Berliner Pilsner, Berliner Kindl und Schultheiss."
Logistik
Erschwinglich
Vibe
Lässig, gesellig
Duration
Jederzeit
Best For
Geselligkeit
Die Hintergrundgeschichte
Berlin ist seit dem Mittelalter eine Brauerei-Stadt. Das 'Reinheitsgebot' (Bierreinheitsgebot von 1516) regelte die Qualität des deutschen Bieres. Nach dem Krieg entwickelten Ost- und Westberlin separate Bierkulturen. Nach der Wiedervereinigung blühte die legere, gesellige Trinkkultur im Freien auf. Der Späti (Spätkauf) wurde zum sozialen Zentrum für günstiges Bier und geselliges Beisammensein.
Geheimtipp
"Kaufen Sie Bier in einem Späti (€1-2) statt in Bars (€4-5). Das 'Pfand'-System bedeutet, dass Flaschen €0,08-0,25 wert sind – werfen Sie sie nicht weg, geben Sie sie zurück oder lassen Sie sie neben den Mülleimern für Sammler. Eine halbe Liter (0,5L) Flasche ist Standard. Trinken in öffentlichen Verkehrsmitteln ist technisch nicht erlaubt, wird aber weitgehend toleriert. Die Biergartenkultur im Freien ist im Hochsommer am besten."
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Döner Kebap
Döner
Döner Kebap ist Berlins #1 Street Food, das in den 1970er Jahren von türkischen Einwanderern hier erfunden wurde. Es besteht aus geschnittenem Rotisserie-Fleisch (Lamm, Hähnchen oder Kalb), das in ein geröstetes Fladenbrot mit frischem Salat, Tomaten, Zwiebeln, Kohl und Knoblauch-Joghurtsauce gefüllt wird. Ein 'Gemüse Kebap' (Gemüse-Döner) enthält gegrilltes Gemüse und Feta-Käse. Es ist schnell, günstig (4-6 €) und wird zu jeder Tageszeit konsumiert – besonders nach dem Club um 4 Uhr morgens.

Currywurst
Currywurst ist ein Berliner Ikone: gedämpfte und dann frittierte Bratwurst, in mundgerechte Stücke geschnitten, in Curryketchup ertränkt und mit Currypulver bestreut. Serviert mit Pommes oder einem Brötchen. Es ist Fast Food, das im Nachkriegs-Berlin erfunden wurde, und immer noch ein Kultklassiker. Die Sauce ist süß, würzig und mild gewürzt. Man isst sie an Imbissständen stehend an hohen Tischen.

Imbiss Culture
Der Imbiss
Der Imbiss ist ein deutscher Snackstand – kein Restaurant – wo Sie an hohen Tischen stehend essen. Er serviert utilitaristische, fettige, salzige Fast-Food-Gerichte: Pommes, Würstchen (Bratwurst, Currywurst), Frikadellen und Schnitzelbrötchen. Das Ziel ist es, Sie in Bewegung zu halten, nicht zum Sitzen und Verweilen. Es ist schnell, günstig (3-6 €) und eine wesentliche Infrastruktur der Arbeiterklasse. Sie bestellen am Fenster, essen schnell und gehen.